Pu-Erh Tee Fungide

Schimmelpilze sind ja nicht unbedingt etwas, das begehrenswert in Nahrungs- und Genussmitteln scheint. Für einen guten Pu-Erh Tee sind sie jedoch entscheident, denn sie tragen zur richtigen Fermentierung bei.

Es gehört zu den Geheimnissen der Pu-Erh Meister, wie sie das Wachstum von Fungiden so beeinflussen, dass sich ein hochwertiger Pu-Erh Tee bildet. Hierbei spielen unzählige Faktoren eine Rolle, auf die wir teilweise schon in unserem Beitrag über die Fermentierung von Pu-Erh eingegangen sind.

Je nach Verfahrensweise werden unterschiedliche Aspergillus Arten gezüchtet, Studien zufolge sind jedoch Aspergillus niger, Aspergillus acidus und Arxula adeninivorans im Fermentierungsprozess von Pu-Erh dominant. Dabei sei anzumerken, dass die in den Labors zu wissenschaftlichen Studien fermentierten Pu-Erhs nicht auf traditionelle Weise behandelt wurden (da sich kein Labor die Mühe macht über mehrere Jahre hinweg die Fungide eines einzelnen Tees während seiner langjährigen Fermentierung zu untersuchen).

Wer sich Sorgen über die gesundheitlichen Wirkungen von Pu-Erh Tee macht, der sollte wissen dass Fermentierung immer Zersetzungsprozesse beinhaltet. Wer also “Angst vor Pu-Erh Fungiden hat”, der sollte auch Sauerkraut, Bionade, Käse, Jogurth, Tofu, Salami, Bier, Wein, Whisky und Kaffee fürchten.

Hinzu kommt, dass die PuErh Tee Meister in täglichem Kontakt mit PuErh Tees und den dabei auftretenden Pilzen sind, und die Tees nicht nur trinken, sondern auch intensiv “beschnüffeln” um den Zustand der Teeblätter zu beurteilen. Pu-Erh Meister erfreuen sich jedoch meist bester Gesundheit und eines langen Lebens, was vielleicht gar ein verlässlicher Garant für die positive gesundheitliche Wirkung von PuErh auf den menschlichen Organismus ist, als so manche Studie. (Den Studien haben oft die Eigenschaft, binnen weniger Jahre durch andere Studien widerlegt zu werden…).

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