Pu-Erh Tee Fermentierung – Welche Methode ist die beste?

Es gibt verschiedene Fermentierungsverfahren für Pu-Erh Tee, die sich deutlich auf die Qualität und den Preis von Pu-Erh Tee auswirken können. Im Folgenden erfahren sie über die drei üblichen Reifungsprozesse.

Pu-Erh Reifung auf traditionelle Art und Weise

Trotz den neuen Erkenntnissen der Wissenschaften und den Errungenschaften der Technik wird durch die althergebrachte Art und Weise Pu-Erh  reifen zu lassen der beste Tee gewonnen. Leider ist dies auch das langwierigste, aufwendigste und teuerste Fermentierungsverfahren. Der Mao Cha (eine Vorstufe des Pu-Erhs) wird trocken gelagert und auf natürliche Weise fermentiert. Der Fermentierungsprozess wird nicht beschleunigt oder vorangedrängt. Den Teeblättern wird Zeit gegeben durch ihre natürliche “Atmung” zu reifen, in einer Umgebung mit relativer Luftfeuchtigkeit von unter 80%.

Woi Dui Pu-Erh Tee

Mao Cha wird zu ein- bis eineinhalb Meter hohen Bergen von Blättern übereinandergehäuft, auf die dann Wasser gesprenkelt wird. Anschließend werden feuchte Tücher über diese Teeberge gelegt. Durch die hohe Feuchtigkeit fermentieren die Teeblätter schneller.

In den folgenden 30 bis 40 Tagen müssen diese Teeberge regelmäßig umgewälzt werden, und die Qualität wird enorm durch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitsgehalt in diesem Zeitraum beeinflusst. Jeder Teehersteller hat hier seine eigenen Methoden, die wie wertvolle Geheimnisse gewahrt werden. Nach diesem Zeitraum sollte der Wassergehalt der Teeblätter bei etwa 14% liegen, denn dann sind sie bereit zur weiteren Verarbeitung.

Mit dieser Fermentierungsmethode wird Tee gewonnen, der zwar günstiger, jedoch auch minderwertiger gegenüber traditionell gereiftem Pu-Erh ist.

Pu-Erh Reifung im Schnelldurchgang

Hier wird der Mao Cha feucht gelagert, in einer Umgebung in der die relative Luftfeuchtigkeit über 80% liegt. Im Grunde genommen wird versucht den Fermentierungsprozess zu beschleunigen, durch Zuhilfenahme verschiedener “Tricks”, auf die wir an anderer Stelle genauer eingehen werden, und produziert in der Regel den minderwertigsten Pu-Erh.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass der hochwertigste Pu-Erh Tee – sowohl vom qualitativen, geschmacklichen und auch gesundheitlichen Standpunkt aus – durch die althergebrachte, traditionelle Fermentierungsmethode gewonnen wird.

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